Novelle Berufsausbildungsgesetz: Die Lehre auf Erfolgskurs – Auf dem Weg zum modernsten Ausbildungssystem Europas

Martina Kaufmann, ÖVP-Bereichssprecherin für Berufsausbildung und Lehre und WB-Landesgruppenobmann und WK-Präsident Ing. Josef Herk begrüßen die Novellierung des Berufsausbildungsgesetzes. „Acht von zehn steirischen Unternehmern haben im vergangenen Jahr einen Mangel an Fachkräften in ihrem Betrieb gespürt“, so Abg.z.NR Martina Kaufmann, VP-Bereichssprecherin und Unternehmerin. Eine besondere Herausforderung stellte für gut 76 Prozent der Wirtschaftstreibenden die Besetzung eines Arbeitsplatzes mit einem Mitarbeiter mit Lehrabschluss dar.

„Die steirische Wirtschaft wird zudem vor weitere Herausforderungen gestellt, da die Zahl der 20-64-Jährigen in der Steiermark im Zeitraum vom 2019 bis 2035 um mehr als 89.000 Personen sinken wird“, so Präsident Ing. Josef Herk. Die demographische und die technischen Entwicklungen werden den Bedarf nach gut ausgebildeten, jungen Menschen weiter verstärken.

 

„Durch die vorliegenden Reformvorschläge für das Berufsausbildungsgesetz wird ein Meilenstein für die Zukunft der Dualen Ausbildung gelegt“, so Kaufmann weiter. Um mit den wirtschaftlichen und technischen Veränderungen Schritt halten zu können, wird es zu einer gesetzlich verpflichtenden Überprüfung aller Lehrberufsordnungen im Abstand von mindesten fünf Jahren kommen.

„Die Vereinfachung und Transparenz in der betrieblichen Lehrstellenförderung führt zu einer schnelleren Abwicklung von Unterstützungsleistungen für die betriebliche Lehre und entlastet somit die Unternehmerinnen und Unternehmer, die tagtäglich einen wichtigen Beitrag in der Lehrlingsausbildung leisten“, ergänzt Herk.

Kaufmann und Herk begrüßen auch die Neugestaltung der überbetrieblichen Lehre, um eine bessere Verbindung hin zu den Betrieben zu schaffen. Durch vermehrte Praktika, verpflichtende Einbeziehung von Unternehmen in die Ausbildung und einem expliziten Vermittlungsauftrag an die Anbieter der ÜBA steht einer erfolgreichen Karriere nichts im Weg. „Die ÜBA soll als Vorbereitung für jene dienen, die noch nicht optimal auf das Berufsleben vorbereitet waren. Leider hat sich in den letzten Jahren ein Parallelsystem zu unserer international sehr geschätzten Lehre gebildet. Das wird zu mehr Qualität in der Lehre führen“, freut sich Kaufmann über die besseren Chancen für die steirischen Jugendlichen.

von Lisa Wendler

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